Hofzeremonienmeister Anton Glaser …

… hielt besondere Ereignisse dieser Jahre in einem Buch fest. Zu Bischof Johann Philipp Franz von Schönborn notierte er, dieser habe zwar nur vier Jahre regiert, aber in dieser Zeit viel gebaut. Zum Beispiel den „am Rennweg stehenden Residenzbau“. Aber auch in der Stadt habe er „mit Veränderung einiger Gassen den Anfang gemacht“, also den Umbau Würzburgs zu einer repräsentativen Residenzstadt begonnen. Außerdem hat Johann Philipp Franz auf dem Land die Amts- und die Jagdhäuser in Schuss bringen lassen, und musste sich deswegen dort auch häufig aufhalten. Glaser fand das ganz natürlich, als Fürst musste der Bischof natürlich auf die Jagd gehen.

Auch den Tod des Bischofs hielt Glaser fest. Er traf ihn 1724 auf dem Rückweg aus Bad Mergentheim, wo er an einer Jagd teilgenommen hatte. Bei Löffelstelzen überfiel Johann Philipp ein Brechen, bei Bütthard ließ er die Kutsche halten, stieg aus, legte sich unter eine Eiche und starb.

Staatsarchiv Würzburg, Historischer Verein MS f. 30a. Recherche und Transkription: Julie Hofmann.

 

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